Beim Frühjahrskonzert der Musikkapelle Grabenstätt blieben keine Wünsche offen –Christian Bergmann ist seit 20 Jahren Dirigent – Leistungsabzeichen für Jungmusikanten

Foto (mmü): Von ihrer besten Seite präsentierten sich die Musikkapelle Grabenstätt (Bild) und die Jugendkapelle unter der Leitung von Christian Bergmann bei ihrem Frühjahrskonzert in der Turn- und Mehrzweckhalle Grabenstätt. Die rund 300 Besucher waren total begeistert.
Grabenstätt. Das Frühjahrskonzert der Musikkapelle Grabenstätt übertraf in der Turnhalle wieder einmal alle Erwartungen. Rund 300 Besucher wurden über zwei Stunden nach allen Regeln der Blasmusik-Kunst unterhalten. Die 50-köpfige Musikkapelle von Dirigent Christian Bergmann zeigte eindrucksvoll, dass man in diversen Musikgenres zuhause ist und über ein schier grenzenloses Repertoire verfügt. Neben traditionellen und modernen Märschen, einer Polka, Filmmusik und einem Klassiker der Rockgeschichte nahm man die Zuhörer auch mit auf eine klangvolle Reise in die sagenhafte Opernwelt Richard Wagners. Dass sich der Musikverein und die Musikkapelle keine Nachwuchssorgen zu machen brauchen, wurde zu Beginn des zweiten Programmteils deutlich, als die rund 21-köpfige Jugendkapelle – ebenfalls unter der Leitung von Bergmann – ihren großen Auftritt hatte. Bei der Marsch-Zugabe „Mein Heimatland“ wurde der Nachwuchs von den großen Musikanten unterstützt. Was für ein tolles Klangerlebnis. Seit 20 Jahren schwingt Bergmann bereits mit viel Herzblut und Können in Grabenstätt den Dirigentenstab und dafür wurde er nun vor großem Publikum ausgezeichnet. „Er hat immer unsere Wünsche aufgegriffen, Ideen eingebracht und viele Jungmusikanten in die große Musikkapelle geführt. Auch wegen ihm sitzen heute wieder 50 Musikanten auf der Bühne“, lobte ihn der 1. Vorsitzende des Musikvereins und Musikant Franz Klauser und strich Bergmanns großes musikalisches Können, Gehör und pädagogisches Talent heraus. Neben einer Urkunde erhielt der Geehrte ein Fotobuch mit vielen schönen Bildern und unvergesslichen Momenten aus 20 gemeinsamen Jahren. Passend dazu erklang der Marsch „Jubelklänge“.

Foto (mmü): Seit 20 Jahren schwingt Christian Bergmann (rechts) in Grabenstätt den Dirigentenstab. Der 1. Vorsitzende des Musikvereins Franz Klauser dankte ihm beim Frühjahrskonzert der Musikkapelle und Jugendkapelle herzlich für sein großes Engagement.
Der stimmungsvolle Konzertauftakt war der großen Musikkapelle mit dem Marsch „Herzog von Braunschweig“ gelungen, einem Prunkstück der deutschen Marschmusik. Dem deutschen Komponisten Richard Wagner erwies man dann mit dem „Grand Marsch from Tannhäuser“ aus dessen Oper „Tannhäuser“ die Ehre. Es folgte mit Johann Strauss‘ (Sohn) „Geschichten aus dem Wienerwald“ ein stimmungsvolles „Walzerkönig“-Paket mit fünf Walzern und dem ambitionierten jungen Grabenstätter Zitherspieler Andreas Lex als Solist. „Das Stück dauert rund elf Minuten, aber keine Sorge, es wird Euch garantiert nicht langweilig!“, meinte die charmante Ansagerin Melanie Wimmer und sie sollte recht behalten. Gemeinsam mit ihren Musikantenkollegen Franz Klauser und Michaela Thomas führte sie informativ und unterhaltsam durchs Programm. Ein weiterer Höhepunkt war die Polka „Dorffest der Blasmusik“. Mit Schwung, Energie und Lebensfreude zauberte man sich dabei einen lauen und zünftigen Sommerabend herbei, so wie es 2026 hoffentlich viele geben wird. Die Jubelklänge, mit denen es in die Pause gegangen war, steckten noch in den Ohren, als zu Beginn des zweiten Konzertteils schon wieder Jubel und Applaus aufbrandete. Es war der Verdienst der Jugendkapelle, die sich mit der Polka „Polkafreude“ und dem Konzertwerk „Leuchtfeuer“ von Kurt Gäble in die Herzen des Publikums spielte. Die Jungmusikanten Josephine Purzeller und Manuel Lukas überzeugten auch als Ansager – Keine Frage, auch hier ist die Zukunft gesichert.
In guter alter Tradition wurden wieder Musikerleistungsabzeichen vergeben. Jeweils ein bronzenes Abzeichen erhielten Josephine Purzeller (Flügelhorn) und Veronika Waldherr (Flügelhorn) und ein silbernes ging an Matthias Kumm (Tuba). „Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum. Diesen Irrtum gibt es in Grabenstätt zum Glück nicht“, meinte Ehrendirigent Sepp Hollerauer bei der Ehrung und gratulierte den drei Jungmusikanten zu ihren beachtlichen

Foto (mmü): Beim Frühjahrskonzert der Musikkapelle Grabenstätt erhielten die Jungmusikanten (Ab Zweiter von links) Matthias Kumm (Tuba/Silber) Veronika Waldherr (Flügelhorn/Bronze) und Josephine Purzeller (Flügelhorn/Bronze) ihre Musikerleistungsabzeichen. Der 1. Vorsitzende des Musikvereins Grabenstätt Franz Klauser (links), der Dirigent der großen und kleinen Musikkapelle Grabenstätt Christian Bergmann (Zweiter von rechts) und der Ehrendirigent Sepp Hollerauer waren sichtlich stolz auf sie.
Leistungen. Beim folgenden Stück „Blas‘ Musik in die Welt“ durfte die Musikkapelle wieder das tun, was sie am liebsten macht. Einen umjubelten Solo-Auftritt feierte Musikvereinsvorstand und Tenorhornist Klauser dann beim Stück „Dahoam“ von Tobias Psaier. Daheim ist es einfach am schönsten, darin waren sich alle Mitwirkenden und Besucher einig. Mit dem Medley „Selections from the greatest Showman“ aus den schönsten Liedern zum Film „The greatest Showman“ ging es in die große schillernde Zirkuswelt. Der Sprung von der Manege auf die Rockbühne gelang dann mit dem von Paul Murtha arrangierten Song „Don’t Stop Believin’“ der US-amerikanischen Band Journey – inklusive der wichtigen Botschaft „Egal wo man gerade steht, hör nicht auf, an dich zu glauben“. Die feinen Zugaben „Böhmische Liebe“ und „Blauer Enzian“ rundeten das Konzert am Ende wunderbar ab. Das Frühjahrskonzert hätte nicht besser gelingen können. mmü








